Texturseidenwerk

Projekt der Stadt Lunzenau - "Abbruch der Texturseide"

- gefördert im Rahmen der EU-Strukturfondsförderung- Operationelles Programm des Freistaates Sachsen für den EFRE in der Förderperiode 2007-2013 - (Vorhaben 5.2. - Revitalisierung von Industriebrachen und Konversionsflächen, Zuwendung des Freistaates Sachsen nach der VwV Stadtentwicklung 2007-2013 vom 20.05.2008 und der VwV Brachflächenrevitalisierung vom 10.02.2009) 
 
Über die Landesdirektion Chemnitz wurde der Stadt Lunzenau Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Verbindung mit Landesmitteln zur Verfügung gestellt. Der Fördersatz beträgt somit 90 Prozent für den Abbruch und die anschließende Begrünung der 9000 qm großen Fläche. Diese Maßnahme stellt einen großen Schritt zur weiteren Erhöhung der Attraktivität unserer Stadt dar. Die Übergabe des Fördermittelbescheides erfolgte durch Herrn Karl Noltze, Präsident der Landesdirektion Chemnitz, am 19. April 2010 in Lunzenau.
Bereits am 19. November 2010 erfolgte die Einweihung der neuen "Muldenterrasse" im Beisein zahlreicher Bürger sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung.

Die ca. 9000 m² große Fläche hat sich zu einem Anziehungspunkt für Bürger und Touristen unserer Stadt entwickelt. Ob die Figurengruppe "Lunzenaugen" und die "Stielaugen-Sage", eine nicht ganz ernst gemeinte Geschichte zur Stadtbesiedlung, beides lädt zu einem Besuch ein.

Seit dem Jahr 2010 hat sich das Gelände weiterentwickelt. Ein Wanderparkplatz auf dem Areal bietet ausreichend Stellplätze, um als Ausgangspunkt die schöne Umgebung im Tal der Zwickauer Mulde zu erkunden.
2014 wurde ein generationsübergreifender Sport- und Spielgarten auf der "Muldenterrasse" errichtet, der sich großer Beliebtheit erfreut und in das Konzept der "Bilz Gesundheits- und Aktivregion" eingebunden ist. 


Zur Geschichte des Geländes:
Die ursprünglich als Textil- und Strumpffabrik Lindemuth in den Jahren 1886 bis 1898 erbaute vierstöckige Fabrikanlage liegt am Ufer der Zwickauer Mulde. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Fabrik als volkseigener Betrieb geführt. Ab 1967 erfolgte der schritttweise Abriss der Altgebäude und daran anschließend die Errichtung eines Neubaus. In den folgenden Jahren wurden weitere Anbauten vorgenommen und eine umfassende industrielle Produktion und Verarbeitung von Kunstfasern für alle Formen der Konsumgüterproduktion der DDR aufgebaut. Mit dem tiefgreifenden strukturellen Wandel in der Textilindustrie steht die Brache seit dem Jahr 1991 leer, wurde der TLG übergeben und an Privatpersonen verkauft. Es erfolgten seitdem keinerlei Maßnahmen zur Sicherung und Instandhaltung des Objektes, es verfiel zusehends.

Durch eine eingeleitete Zwangsvollstreckung erwarb im März 2010 die Stadt Lunzenau das Areal. Somit wurde der Weg für die Durchführung der Brachflächenrevitalisierung durch Abbruch und  Entsorgung der Bausubstanz und anschließendes Herrichten der Fläche geebnet.

Informationstafel:
"Die wunderbare Verwandlung der Industrieruine Texturseidenwerk zur Muldenterrasse".

 

 

 

Herr Dieter Schmidt hielt die Rückbaumaßnahme "Texturseidenwerk" auf DVD fest. Interessierte Bürger wenden sich bitte unter  videolu(at)t-online.de direkt an Herrn Schmidt.